Teilnahme an den Jugendgeschichtstagen in Dresden

Mit großer Vorfreude und noch mehr Neugier reisten wir gemeinsam mit drei Vertreter:innen unseres Jugendgeschichtsprojekts – Anna-Lena, Jörn-Erik und Jakob – zu den diesjährigen Jugendgeschichtstagen der Sächsischen Jugendstiftung in den Sächsischen Landtag nach Dresden. Dort stellten wir unser Jugendgeschichtsprojekt „Auf den Spuren des Unrechts: Mit Rad und Bahn von Mülsen bis Litoměřice“ vor.

 

Unser Projekt begann als Tour mit Rad und Zug entlang der historischen Route des Todesmarschs und Transports der Häftlinge aus Mülsen. Während dieser eindrucksvollen und bewegenden Etappen entstand die Idee, einen Zeitstrahl zu gestalten, der zwei Ebenen miteinander verbindet:

Zum einen den historischen Verlauf der Ereignisse von 1945, zum anderen unsere eigene – bewusst nacherlebte – Reise im Rahmen des Jugendprojekts. Bei einem gemeinsamen Nachtreffen wurde diese Idee weiterentwickelt. Die Jugendlichen wählten Fotos aus, formulierten die begleitenden Texte und einigten sich auf eine klare Form. Das Ergebnis war ein Flyer, der bei den Jugendgeschichtstagen an Interessierte herausgegeben wurde. Die positive Resonanz zeigte, wie wichtig es ist, Geschichte auch durch heutige Perspektiven erfahrbar zu machen.

 

Neben der Präsentation unseres eigenen Projekts war es besonders spannend zu sehen, welche vielfältigen und kreativen Projekte andere Gruppen entwickelt haben. Die Gespräche zwischen den Jugendlichen, der Austausch über Themen, Herausforderungen und Herangehensweisen – all das hat die Erfahrung bereichert. Die Jugendlichen bekommen bei den Jugendgeschichtstagen spürbar Wertschätzung für ihr Engagement, und es ist beeindruckend, wie viel Motivation und Ernsthaftigkeit in all den vorgestellten Projekten steckt. Es tut gut zu erleben, wie engagiert junge Menschen sich mit Geschichte auseinandersetzen und Verantwortung für Erinnerungskultur übernehmen. Ein großer Dank gilt der Sächsischen Jugendstiftung und dem Programm Spurensuche. Ohne diese Förderung und die kontinuierliche Unterstützung wären so viele dieser wertvollen Projekte gar nicht möglich.